Geschichte

1834 gründete der populäre Präsident des Bezirksgerichts Aarau Carl Blattner die Ersparnisgesellschaft Küttigen. Die Gründung fiel in die Regenerationszeit, in jene Jahre, da das Schweizervolk um die Wiedergewinnung teilweise verloren gegangener Freiheiten und Rechte kämpfte. Ende 1834 zählte die Gesellschaft 105 Mitglieder. Bei der Ersparnisgesellschaft Küttigen mussten sich die Mitglieder anfangs zu einem Beitrag von 2½ Batzen pro zwei Wochen verpflichten. Dieser erzieherische Zwang zum Sparen entsprach der Zweckbestimmung der Statuten, welche in § 1 die Förderung des Fleisses, der Sparsamkeit und des Wohlstandes verlangte. Rund 100 Jahre nach der Gründung wies die Genossenschaft eine Bilanzsumme von rund CHF 3.7 Mio. aus. 1962 bezog man an der Hauptstrasse 10 in Küttigen das heutige Bankgebäude. An der Generalversammlung im Jahr 2000 wurde die Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

«Zum Wohlergehen der minderbeteiligten Bevölkerung» wurde im Frühjahr 1837 die Ersparniskasse Erlinsbach gegründet. Dazumal zählte die Bank 72 Kassenmitglieder, welche sich ebenfalls verpflichtet hatten, alle zwei Wochen mindestens 2½ Batzen einzuzahlen. Nach 100 Jahren verfügte die Ersparniskasse Erlinsbach über eine Bilanzsumme von knapp CHF 1 Mio., wobei man sich erst nach der Jahrhundertwende auch für Nicht-Mitglieder geöffnet hatte. Im Jahre 1969 beschloss man, ein eigenes Bankgebäude zu bauen und einen hauptamtlichen Bankverwalter einzustellen. 1980 hielt die IT-Technologie Einzug. 1985 erfolgte der Umzug an den heutigen zentralen Standort am Ochsenweg 1 in Erlinsbach. Per Ende 2002 wurde die Bilanzsumme von CHF 100 Mio. überschritten. Gleichzeitig wechselte man auf eine zukunftsgerichtete EDV-Plattform, die es ermöglichte, Bankgeschäfte auch via e-Banking im Internet abzuwickeln.

Ein weiterer Meilenstein für beide Banken bildet ab 1994 die Zusammenarbeit mit der RBA-Holding (heute Entris Holding), welche für die Regionalbanken Dienstleistungen in wichtigen Bereichen wie Informatik oder Wertschriften- und Vorsorgegeschäft erbrachte. Zusammen mit einer Gruppe weiterer erfolgreicher und starker Schweizer Regionalbanken traten die beiden Banken 2003 dem Clientis Vertragskonzern bei. Dank diesem Schulterschluss schufen die Clientis Banken die Voraussetzungen für ihre langfristige Ertragskraft. Ein engmaschiges Sicherheits- und Solidaritätsnetz erhöht die Solidität und Stabilität der gesamten Gruppe – eindrücklich dokumentiert durch das positive Rating von Moody's. Die Clientis Gruppe ermöglicht ihren Banken ausserdem den Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt und bietet zentrale Unterstützungs- und Transaktionskompetenz. Die Beratungs- und Entscheidungskompetenz bleibt jedoch nach wie vor bei den Mitgliedsbanken vor Ort.

An den Generalversammlungen im Frühjahr 2007 stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der Clientis Ersparnisgesellschaft Küttigen (CHF 253 Mio. Bilanzsumme) und die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Clientis Ersparniskasse Erlinsbach (CHF 119 Mio. Bilanzsumme) der Fusion zur Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach AG zu. Die Eidgenössische Bankenkommission, die Schweizerische Nationalbank, die RBA-Holding und die Clientis AG begrüssten das Vorhaben.

Am 8. November 2014 wurde in Lostorf eine neue Geschäftsstelle eingeweiht, die in der darauf folgenden Woche ihre Geschäftstätigkeit aufnahm. Damit war der bisherige Name Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach nicht mehr passend, weshalb an der Generalversammlung vom 23. März 2018 beschlossen wurde, der Bank einen neuen Namen zu geben. Die Bank heisst seit dem 20. August 2018 Clientis Bank Aareland. Das neue Marktgebiet entlang der Aare umfasst seither insbesondere die Region Aarau–Olten–Gösgen–Gäu, die Teil des Aarelands bildet. Der neue Name umschreibt den Geschäftskreis daher treffend.